Training gegen Sodbrennen/ Reflux

Weniger Magensäure, bessere Lebensqualität und geringerer Medikamenten-Bedarf dank eines einfachen Atemtrainings.

Warum das Atemtraining so vielen helfen kann.

Als Antirefluxbarriere spielt das Zwerchfell eine wichtige Rolle. Es kann Patienten mit Sodbrennen und  Regurgitation helfen, wenn sie das Zwerchfell stärken und gleichzeitig seine Flexibilität erhöhen.

Laut Studie tritt dadurch eine signifikante Reduktion des pH-Wertes unter 4,0 in der Speiseröhre ein.

Die Refluxkrankheit (gastroösophageale Refluxkrankheit) ist ein krankhaft gesteigerter Rückfluss des sauren Mageninhaltes in die Speiseröhre. Etwa jeder fünfte Mensch in Deutschland ist davon betroffen. Patienten mit einer Refluxkrankheit leiden unter Sodbrennen und Schmerzen hinter dem Brustbein, die sich im Liegen oftmals verschlimmern.

Lesen Sie auch den folgenden Studienbericht:

Das Atemtraining ist inzwischen durch Studien belegt:

"Eine Studie an 19 Patienten, durchgeführt von Professor Dr. Stephan Miehlke vom Magen-Darm-Zentrum der Internistischen Kooperation Eppendorf (IKE) berichtet:

Training der thorakalen und abdominellen Atmung senkt den Magen-pH und stärkt das Zwerchfell.

Trainiert wurde mit den Patienten der Wechsel von thorakaler und abdomineller Atmung – 
Letztere erfordert eine besonders starke Kontraktion des Zwerchfells. Unter der fachkundigen Anleitung durch einen Physiotherapeuten erlernten die Probanden diese Übungen in stehender, sitzender und liegender Position. Zudem erhielten sie eine Anleitung mit Erklärungen.

 Nach einer Trainingsphase von insgesamt vier Wochen übten die Patienten neun Monate lang die Zwerchfellatmung alleine weiter. Bei der abschließenden Untersuchung zeigte das Trainingskollektiv gegenüber der Kontrollgruppe eine signifikante Reduktion der Zeitspanne mit pH-Werten unter 4,0 in der Speiseröhre.

Dank Atemtraining nur noch 25 mg statt 100 mg PPI pro Woche

Der Bedarf an Protonenpumpenhemmern reduzierte sich von knapp 100 mg auf 25 mg pro Woche (keine Änderung in der Kontrollgruppe) und die Lebensqualität nahm signifikant zu. Ein spannender Therapieansatz, der das Spektrum der Allgemeinmaßnahmen gegen Reflux bereichert, urteilte Prof. Miehlke. Wie er meint, sollten nun größere Studien den Effekt bestätigen."

Quelle: medical-tribune.ch

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